News · Forschung Veröffentlicht 31. Oktober 2026

Bitkom: 7 Prozent berichten von ungeprüfter KI-Benotung

7 Prozent der befragten Lehrkräfte haben nach eigenen Angaben KI zur Benotung eingesetzt, ohne das Ergebnis zu überprüfen. Das berichtet Bitkom am 27. Oktober 2026. Die Zahlen stammen aus derselben Befragung wie die August-Meldung mit 501 Lehrkräften der Sekundarstufen. Sie zeigen einen problematischen Einsatz, sagen aber nicht, wie häufig er vorkommt oder wie viele Noten betroffen sind.

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PaukKI Redaktion

Eine KI kann einen Bewertungsentwurf liefern. Ob eine Leistung die Anforderungen erfüllt, muss damit noch lange nicht geklärt sein. Genau diese Grenze berührt die neue Bitkom-Mitteilung: Ein Teil der Befragten berichtet, KI-Benotungen ohne Überprüfung eingesetzt zu haben. Die Erhebung kontrolliert weder einzelne Bewertungsfälle noch die tatsächlich vergebenen Noten. Aus ihr lässt sich deshalb keine Häufigkeit im Schulalltag berechnen.

Neue Veröffentlichung, dieselbe Befragung

Die Oktober-Meldung beruht auf derselben Stichprobe und demselben Erhebungszeitraum wie unser August-Beitrag. Sie ist eine weitere Auswertung, keine neue Studie und kein Beleg für einen Anstieg seit dem Sommer. Zusätzlich berichten 57 Prozent von klaren KI-Regeln an ihrer Schule; 51 Prozent fühlen sich von KI überfordert. Diese Antworten beweisen allerdings nicht, dass fehlende Regeln ungeprüfte Benotungen verursachen.

Korrekturhilfe braucht eine eigene Entscheidung

Die KMK-Handlungsempfehlung vom Oktober 2024 unterscheidet zwischen KI-Unterstützung im Korrekturprozess und der abschließenden Leistungsbewertung. Letztere bleibt den Prüfenden vorbehalten. Für die Fachschaft lässt sich daraus eine konkrete Arbeitsregel ableiten: Ein KI-Vorschlag wird anhand der Schülerleistung und des Bewertungsrasters geprüft, bevor er in eine Note einfließt.

Sinnvoll ist eine Vereinbarung darüber, welche vorbereitenden Aufgaben KI übernehmen darf, wie Fehler erkannt werden und wer die Entscheidung verantwortet. Ein bloßes Bestätigen des Vorschlags ist noch keine fachliche Kontrolle. Vor jedem Einsatz mit Schülerarbeiten müssen außerdem die schulische Freigabe und der Umgang mit personenbezogenen Daten geklärt sein.

Eckdaten

Bitkom-Mitteilung
27. Oktober 2026
Stichprobe
501 Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II in Deutschland; laut Bitkom repräsentativ
Erhebung
Telefonisch, Kalenderwochen 22 bis 26 des Jahres 2026
Aussagegrenze
Selbstauskünfte; keine Quote aller vergebenen Noten

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Quellen und Faktencheck

Zuletzt geprüft am 31. Oktober 2026. Die Links führen zu den Unterlagen, auf denen die zentralen Tatsachenangaben beruhen.