Nach der Grundsatz-Einigung im Dezember 2025 ist der Digitalpakt 2.0 jetzt formal am Start. Mit der Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung durch alle Länder und den Bund können Schulträger seit dem 1. September 2026 Förderanträge stellen. Der Pakt läuft von 2026 bis 2030 und umfasst fünf Milliarden Euro — 2,5 Milliarden vom Bund, 2,5 Milliarden von den Ländern.
Gefördert werden weiterhin Infrastruktur (WLAN, Netze, Geräte, Präsentationstechnik) sowie Wartung und IT-Support. Neu ist die Verknüpfung mit Schul- und Unterrichtsentwicklung: 250 Millionen Euro fließen in die Initiative „Digitales Lehren und Lernen" zur Lehrkräfte-Qualifizierung, dazu kommen Mittel für Forschungscluster zum digitalen Unterricht. Ausdrücklich genannt wird der sichere, pädagogisch begleitete Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Verwaltung soll einfacher werden
Kommunen können Pauschalen statt Einzelgenehmigungen erhalten, Berichtspflichten werden reduziert, und bis zu zwölf Länder dürfen Mittel für gemeinsame Lösungen bündeln — ein Modell, das auch ländergemeinsamen Angeboten wie AIS.chat zugutekommen könnte, dessen Finanzierung bislang nur bis Ende 2026 gesichert ist.
Ein Streitpunkt bleibt
Der vorzeitige Maßnahmenbeginn war ursprünglich auf den 1. Januar 2025 datiert. Da der Bund den offiziellen Start auf September 2026 gelegt hat, fürchten Kommunen, auf Ausgaben aus 2025 sitzen zu bleiben.
Was Lehrkräfte damit anfangen können
Der Digitalpakt ist ein Programm für Schulträger, nicht für einzelne Schulen. Aber Fortbildungen, Lizenzen und Konzepte für den KI-Einsatz sind jetzt förderfähig — ein guter Zeitpunkt, um mit Schulleitung und Schulträger über ein schulisches KI-Konzept inklusive Fortbildungsplan zu sprechen.
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Weiterführende Informationen zum Thema findest du auf dieser Seite:
Deutsches Schulportal: Digitalpakt 2.0 kann starten