News · Forschung

Studie: KI-Lese-Apps zeigen messbaren Effekt bei LRS-Schüler:innen

Eine Mehr-Jahres-Untersuchung der Uni Köln zeigt: Schüler:innen mit LRS, die täglich mit KI-gestützten Lese-Apps arbeiten, verbessern ihr Leseverständnis um 18–24 % gegenüber Kontrollgruppen. Entscheidend ist die Kombination aus Audio-Begleitung und adaptiver Schwierigkeit — nicht das Tool allein.

  • Veröffentlicht: 23. Mai 2026
  • News-Beitrag
Mehr zu LRS und digitalen Hilfen Zum Blog
  • Redaktioneller Beitrag
  • Kategorie: Forschung
  • RSS-Feed verfügbar

Die im Mai 2026 veröffentlichte Studie begleitete über drei Schuljahre 1.200 Grundschulkinder mit diagnostizierter Lese-Rechtschreib-Schwäche. Eine Gruppe nutzte täglich 15 Minuten KI-Lese-Apps mit Audio-Begleitung und adaptiver Schwierigkeit; die Kontrollgruppe arbeitete mit klassischen Förder-Materialien.

Resultat: messbar bessere Werte in standardisierten Lese-Tests (ELFE 1–6) — 18 % besser bei Klasse 2, 24 % besser bei Klasse 4. Effekt vor allem bei Kindern mit zusätzlichem DaZ-Hintergrund.

Wichtig: Die Forscher:innen betonen, dass es nicht „eine App" gibt, die wirkt. Entscheidend ist die didaktische Einbettung — kurze tägliche Sessions, parallel zur Lehrkraft-Förderung, kein Ersatz. Lese-Apps ohne Audio brachten keine signifikanten Effekte. Die Studie ist bei „Zeitschrift für Pädagogische Psychologie" frei einsehbar.

Vertiefen

Diese Seite teilen
WhatsApp E-Mail